Was Claude kann, was wir davon nutzen, wie wir es sicher und konsistent einsetzen. Dieses Playbook ist unser gemeinsamer Nenner — für alle im Team, unabhängig vom Erfahrungsstand.
Claude ist nicht nur ein Chatbot. Es gibt verschiedene Produkte mit unterschiedlichen Stärken. Wer das falsche nutzt, verschenkt Potenzial.
Gespräche die man Schritt für Schritt steuert: Fragen, Brainstorming, Texte schreiben, Daten auswerten, Präsentationen strukturieren. Verfügbar im Browser (claude.ai), der Desktop-App und mobil — mit Projects, Skills und Konnektoren.
Für komplexe mehrstufige Arbeit die man delegiert statt Schritt für Schritt zu steuern. Claude arbeitet selbständig: recherchiert aus vielen Quellen, verarbeitet große Dokumentenmengen, erstellt fertige Outputs. Cowork läuft lokal auf dem Rechner — nicht im Browser.
Claude Code mit grafischer Oberfläche: schreibt und verändert Code direkt im Projekt, führt Befehle aus, zeigt Änderungen als visuellen Diff, integriert mit GitHub. Für lokale und Cloud-Projekte.
Claude Design für visuelle Outputs (Broschüren, Präsentationen). Claude in Chrome für Browser-gestützte Recherchen. Claude für Microsoft 365 direkt in Outlook, Teams, Excel und PowerPoint.
Claude kann direkt mit externen Tools verbunden werden — Asana, Microsoft 365, Klaviyo, Canva und mehr. Einmal eingerichtet wird Claude vom Chatbot zum echten Arbeitsassistenten der Aufgaben verwaltet, E-Mails liest und Kampagnen-Daten analysiert.
Mit dem Asana-Konnektor erstellt, aktualisiert und kommentiert Claude Aufgaben direkt — kein Asana-Tab nötig.
Ein Claude Project ist ein Arbeitsraum mit eigenem Kontext, eigenen Dateien und eigenen Regeln. Alle die im gleichen Project arbeiten, starten mit demselben Wissensstand — automatisch.
Der Kundenname oder die übergeordnete Entität steht vorne — nie die Aufgabe. Warum: Claude sucht Projects per Prefix-Search. Wer "Cell" eingibt findet sofort alles zu Cell Essentials. Wer "E-Mails" eingibt findet nichts Nützliches wenn 5 Kunden E-Mail-Projects haben.
| Typ | Format | Beispiel ✓ | Falsch ✗ |
|---|---|---|---|
| Kunde → Texte | [Kunde] — [Aufgabe] | Cell Essentials — E-Mails & Flows | E-Mails Cell Essentials |
| Kunde → Analyse | [Kunde] — Analyse | Cell Essentials — Analyse & KPIs | Analyse CE |
| Gruppe intern | Gruppe — [Bereich] | Gruppe — HR & Verträge | HR intern |
| Gruppe intern | Gruppe — [Bereich] | Gruppe — Business Development | BD Swytch |
| Swytch spezifisch | Swytch — [Bereich] | Swytch — Marketing | Marketing |
Das sind Vorschläge und Muster — keine abschließende Liste. Jedes Team-Mitglied legt Projects nach Bedarf an.
Skills hochgeladen: allgemeiner Skill + Kunden-Skill. Für alle Textaufgaben für diesen Kunden.
"Gruppe" für übergreifende Origem-Group-Themen (HR, Finanzen). "Swytch" für agenturspezifische Themen.
Projects sind standardmäßig privat. Du entscheidest wer Zugriff bekommt — und mit welchen Rechten. Das ist besonders wichtig für interne HR- und Finanzprojekte.
Nur du siehst das Project. Niemand sonst hat Zugriff — auch nicht andere Team-Mitglieder mit Claude Team-Abo.
Wann nutzen: Persönliche Arbeits-Projekte, sensible HR-Themen, Finanz- und Vertragsdaten.
Nur duDu lädst einzelne Personen ein. Jede Person bekommt entweder Bearbeitungsrechte (kann Custom Instructions und Dateien ändern) oder Nutzungsrechte (kann nur im Project chatten).
Wann nutzen: Kunden-Projekte im Team, Analyse-Projekte mit ausgewählten Teammitgliedern.
Ausgewählte PersonenIn claude.ai links in der Sidebar auf das Project klicken.
Oben rechts im Project auf das ⚙️ Zahnrad-Icon oder "···" Menü → "Project-Einstellungen" oder "Mitglieder verwalten".
E-Mail-Adresse eingeben → Rechte wählen (Bearbeiten oder Nutzen) → Einladung senden. Die Person muss ein Claude-Konto haben.
Custom Instructions sind der Kern jedes Projects. Sie sagen Claude bei jedem neuen Chat in diesem Project, was es tun soll — welche Skills es laden, welchen Kontext es kennen soll.
Im geöffneten Project oben rechts auf "Project bearbeiten" oder das Stift-Icon klicken. Es öffnet sich ein Bereich mit zwei Feldern:
📄 Projektbeschreibung — kurzer Name/Zweck (intern, für die Übersicht)
💬 Custom Instructions — das Feld für die Anweisungen an Claude. Hier kommt die Vorlage unten rein.
Den Zweck des Projects + die Anweisung welche Skill-Dateien Claude laden soll. Kurz halten — 5–7 Sätze reichen. Claude liest das bei jedem neuen Chat.
Skill-Dateien (.md) separat als Dateien ins Project hochladen — nicht in die Custom Instructions kopieren.
Dieses Projekt ist für alle E-Mail-Texte, Newsletter und Klaviyo Flows für Cell Essentials / Prof. Grönemeyers Essentials. Lies zu Beginn JEDER neuen Aufgabe immer diese Dateien vollständig: 1. newsletter-allgemein.md — allgemeine E-Mail-Best-Practices 2. cell-essentials-email.md — Tonalität, HWG-Regeln, Produktnamen, Flow-Logik Bei Widersprüchen gilt immer cell-essentials-email.md. Bestätige kurz welche Skills du geladen hast, dann starte mit der Aufgabe.
Da wir den Claude Team-Plan nutzen, können alle Projects mit dem Team geteilt werden. Dabei gibt es zwei Berechtigungsstufen — die richtige Wahl schützt sensible Projekte und gibt dem Team trotzdem vollen Zugang wo nötig.
Kann Custom Instructions und Skills ändern, Dateien hinzufügen oder entfernen, Mitglieder verwalten und deren Rechte anpassen.
Für wen: Hendrik + die jeweils verantwortliche Person pro Kunde. Nicht für alle.
Projekt-VerantwortlicheKann das Project öffnen, alle Inhalte sehen und darin chatten — aber nichts an Skills oder Instructions ändern.
Für wen: Alle Teammitglieder die mit dem Kunden arbeiten. Standardrecht für neue Mitglieder.
Alle im TeamZwei Personen arbeiten am Newsletter für Food Sensor. Wie koordiniert man das? Chats sind im Project nicht automatisch geteilt — aber das ist kein Problem, sondern ein Feature.
Beide arbeiten im selben Project mit denselben Skills und Custom Instructions — aber in getrennten Chat-Verläufen. Das verhindert Durcheinander und gibt jeder Person ihren eigenen Kontext.
Hat jemand einen besonders guten Entwurf produziert oder einen Prompt entwickelt der gut funktioniert? Chat-Link oben rechts → Link kopieren → im Teams-Channel teilen. Die andere Person sieht den vollständigen Verlauf.
Für Cell Essentials soll gleichzeitig medizinischer Content, informativer Blog-Content und Newsletter produziert werden — von verschiedenen Personen, immer im einheitlichen Stil. So bauen wir das auf:
# Medizinischer Content — Quellenregeln, wissenschaftlicher Ton, Disclaimer# Newsletter — Betreffzeilen, CTA, HWG# Blog-Artikel — SEO-Struktur, Länge, Lesefluss
Im Prompt dann einfach: "Schreibe einen medizinischen Artikel über..." — Claude liest den richtigen Abschnitt aus dem Skill.
Nicht ein Project pro Content-Format. Ein Project pro Kunde — der Skill unterscheidet die Formate intern.
Broschüre, Präsentation, Social Post: erst den Text fertigstellen, dann das Design. Diese Trennung ist bewusst — Textfreigabe vor Design-Produktion spart Runden.
Kunden-Skill ist aktiv. Text schreiben, Feedback geben, iterieren bis er freigegeben ist. Chat-Link teilen zur internen Abstimmung.
Den abgestimmten Text kopieren, in Claude Design (Tab in der Desktop-App) einfügen und das gewünschte Format beschreiben: "Erstelle eine Broschüre im Swytch-Stil mit diesem Text." Claude Design produziert den visuellen Output.
Das fertige Design-Artefakt in den gemeinsamen SharePoint-Ordner des Kunden. Von dort haben alle Zugriff — unabhängig davon auf welchem Rechner das Design erstellt wurde.
Das verwirrt am häufigsten im Team: Beide heißen irgendwie "Projekt" — aber sie haben nichts miteinander zu tun.
Ein virtueller Arbeitsraum in claude.ai (Browser oder Chat-Tab der Desktop-App). Lebt in der Cloud.
Custom Instructions, hochgeladene Skill-Dateien, geteilter Kontext im Team, Gesprächshistorie pro Projekt.
Unser Haupt-ArbeitsmodellDesktop-Agent mit lokalem Dateizugriff. "Projekt-Ordner" in Cowork = normaler Ordner auf deinem Rechner.
Keine Skills, keine Custom Instructions, kein geteilter Team-Kontext.
Im Aufbau bei SwytchClaude Design kann visuell beeindruckende Outputs liefern — Broschüren, Präsentationen, Social Posts. Aber ohne ein Designsystem sind diese Outputs inkonsistent. Mal dieser Rotton, mal jener. Mal diese Schrift, mal eine andere. Ein Designsystem ist die Grundlage für konsistenten CD/CI-konformen Content.
Claude Design produziert visuell gute Ergebnisse — aber jeder Output sieht etwas anders aus. Verschiedene Blautöne, unterschiedliche Schriftgrößen, mal mit Schatten mal ohne. Nicht wiedererkennbar als Cell Essentials oder Swiss Center.
inkonsistentnicht CI-konformClaude kennt die genauen Farben (Hex-Codes), Schriften, Abstände, Bildsprache und Tonalität. Jeder Output ist sofort als Marke erkennbar — egal wer ihn erstellt und wann.
CI-konformskalierbarteamweit einheitlichDas Designsystem wird einmalig in einem separaten Claude-Chat aufgebaut — mit allen relevanten Marken-Materialien als Grundlage. Das Ergebnis ist ein strukturierter Prompt den man für alle Claude Design-Aufgaben dieses Kunden verwendet.
Einen neuen Chat öffnen — nicht das bestehende Kunden-Project. Folgende Materialien hochladen: Corporate Design Manual (PDF), Logo-Dateien (SVG/PNG), Beispiel-Präsentationen oder Broschüren, Website-Screenshots, Referenzbilder der Bildsprache.
Claude analysiert die hochgeladenen Materialien und extrahiert die wesentlichen Design-Regeln. Prompt-Vorlage unten kopieren und anpassen.
Den von Claude erstellten Designsystem-Prompt als Text-Datei speichern (z.B. ce-designsystem-prompt.txt). In SharePoint ablegen und ins Claude Design-Projekt hochladen.
Den Designsystem-Prompt zu Beginn jedes Claude Design-Chats einfügen — dann erst die eigentliche Aufgabe beschreiben. Claude wendet das Designsystem automatisch an.
Ich möchte ein Designsystem für Claude Design erstellen, damit alle visuellen Outputs für [Kundenname] CI-konform sind. Ich habe folgende Materialien hochgeladen: - [Corporate Design Manual / Brand Guidelines PDF] - [Logo-Dateien] - [Beispiel-Präsentationen / Broschüren] - [Website-Screenshots] Bitte analysiere diese Materialien und erstelle einen strukturierten Designsystem-Prompt der folgende Elemente exakt definiert: 1. FARBEN: Primär-, Sekundär- und Akzentfarben mit exakten Hex-Codes und Verwendungsregeln (wann welche Farbe) 2. TYPOGRAFIE: Schriftfamilien mit Fallbacks, Größenhierarchie (H1/H2/Body/Caption), Gewichtungen, Zeilenabstände 3. LAYOUT-PRINZIPIEN: Abstände, Raster, Weißraum-Philosophie, Ausrichtung (links/zentriert/dynamisch) 4. BILDSPRACHE: Stil (Fotografie/Illustration/Ikonen), Farbwelt der Bilder, verbotene Bildtypen 5. TONALITÄT im visuellen Kontext: Formell/informell, Emotionalität, was die Marke NIE zeigen würde 6. VERBOTE: Was darf in keinem Output erscheinen (bestimmte Farben, Schriften, Stilelemente) Der Output soll ein fertiger Prompt sein den ich direkt zu Beginn jedes Claude Design-Auftrags für [Kundenname] verwenden kann.
Ein Skill ist eine Markdown-Datei (.md) die Claude erklärt, wie es eine bestimmte Aufgabe angehen soll — Regeln, Tonalität, Verbote, Struktur. Einmal geschrieben, dauerhaft aktiv im Project.
Wer ist der Kunde? Welcher Ton? Welche HWG-Regeln? Was heißt das Produkt? Das kostet Zeit, liefert inkonsistente Ergebnisse — und funktioniert nur wenn die erfahrene Person im Raum ist.
inkonsistentskaliert nichtDas Wissen steckt im Skill. Claude wendet es automatisch an. Man beschreibt nur noch die Aufgabe — alles andere kommt aus dem Skill.
konsistentskalierbarschnellZeitloses Handwerk: Strukturregeln, Sprachqualität, rechtliche Grundlagen. Ändert sich selten.
Kundenwissen, Tonalität, Produktnamen, Wording-Verbote, HWG-Spezifika. Wird gepflegt wenn sich beim Kunden etwas ändert.
Custom Instructions verweisen auf die Skill-Dateien. Update = Datei ersetzen, Custom Instructions bleiben unverändert.
Nicht für jede Aufgabe braucht es einen separaten Skill. Haben zwei Aufgaben fundamental unterschiedliche Regeln — oder ist die eine eine Variante der anderen?
| Dateiname | Typ | Zweck | Status |
|---|---|---|---|
newsletter-allgemein.md | Allgemein | Best Practices E-Mail, Struktur, CTA, Lesbarkeit | Aktiv |
email-flows-allgemein.md | Allgemein | Flow-Logik, Sequenzregeln, Trigger-Typen | In Arbeit |
cell-essentials-email.md | Kunde | HWG, Tonalität, Produktnamen, Post Purchase & Abandoned Cart | Aktiv |
food-sensor-email.md | Kunde | Therapeuten-Ansprache, B2B, Einsender-Flow | In Arbeit |
swiss-center-newsletter.md | Kunde | Premium-Ton, wissenschaftliche Substanz, Longevity | In Arbeit |
blog-allgemein.md | Allgemein | SEO-optimierte Blog-Artikel, Struktur, Lesbarkeit | Geplant |
Im Internet gibt es tausende fertige Skills — auf GitHub, in Fachblogs, in Communities. Wie geht man damit um?
Du findest z.B. einen soliden "Email Marketing"-Skill aus einer englischen Community. Du nimmst ihn unverändert als allgemeinen Skill — und schreibst zusätzlich einen separaten Kunden-Skill der den Swytch/Kunden-Kontext liefert. Die Custom Instructions laden beide.
Gut wenn: Der fremde Skill ist qualitativ hochwertig und deckt das Handwerk ab. Ihr müsst nur den Kunden-Kontext ergänzen.
Du liest den fremden Skill und nimmst die Abschnitte die passen — z.B. Betreffzeilen-Regeln oder CTA-Logik. Den Rest passt du an oder schreibst ihn neu. Ergebnis: ein eigener Skill der auf eurem Wissen basiert.
Gut wenn: Der fremde Skill hat gute Einzelteile aber nicht die richtige Gesamtstruktur für euren Kontext.
Du liest fremde Skills als Lernmaterial um zu verstehen wie gute Skills strukturiert sind. Dann baust du deinen eigenen komplett neu — mit dem Skill Creator. Das dauert länger, liefert aber den präzisesten Swytch-Skill.
Gut wenn: Der Anwendungsfall ist sehr spezifisch (Healthcare, HWG, Klaviyo-Flows) und generische Skills passen nicht gut.
Je nachdem wo du arbeitest, funktioniert das unterschiedlich — und es gibt einen wichtigen Unterschied den viele übersehen.
Den Skill-Ordner zippen: er muss eine SKILL.md enthalten. Weitere Dateien (Referenzen, Scripts) können drin sein.
In claude.ai oben rechts auf das Profil-Icon → Settings → Tab "Features" → Bereich "Custom Skills".
Auf "Skill hinzufügen" klicken, ZIP-Datei auswählen. Der Skill erscheint dann in der Liste und ist sofort aktiv.
Skills in Projects funktionieren anders als über Settings — und das ist unser bevorzugter Weg für Teamarbeit:
Im Project auf "+ Dateien hinzufügen" → die SKILL.md-Datei hochladen. Keine ZIP nötig.
"Lies zu Beginn jeder Aufgabe newsletter-allgemein.md vollständig." Claude lädt sie automatisch.
Neue Version hochladen, alte löschen. Alle im Project profitieren sofort — kein individuelles Update nötig.
In Cowork werden Skills über den Skill-Ordner eingebunden:
In der Cowork-App → Einstellungen → Bereich "Skills & Kontext".
Einen lokalen Ordner auf dem Rechner auswählen der die SKILL.md-Dateien enthält. Cowork lädt sie automatisch wenn relevant.
In Claude Code liegen Skills als Dateien im Dateisystem:
# Persönliche Skills (nur für dich, alle Projekte) ~/.claude/skills/mein-skill/SKILL.md # Projekt-Skills (nur für dieses Projekt, versionierbar) .claude/skills/mein-skill/SKILL.md
Claude Code erkennt Skills automatisch und wendet sie an wenn relevant. Über Claude Code Plugins können Skills auch mit dem Team geteilt werden — via Git oder dem Anthropic Skills-Marketplace.
Skills können lang sein — mehrere hundert bis über tausend Wörter. Die Frage ist nicht "wie kurz?", sondern "ist alles drin was Claude braucht?"
Die offizielle Empfehlung lautet unter 500 Zeilen für die Haupt-Skill-Datei. Komplexe Skills nutzen zusätzliche Referenzdateien für Detailwissen. Ein Skill mit 3 Sätzen ist meist wertlos.
Hauptskill: bis ~500 Zeilen Referenzdateien: unbegrenzt Lieber zu viel als zu wenigWelche Personalisierungsvariablen dürfen verwendet werden? Flow-Trigger-Logik?
Bevorzugte Muster, verbotene Clickbait-Elemente, maximale Zeichenzahl.
Was gilt im Herbst? Gibt es Produkt-spezifische Saison-Themen?
Soll Claude automatisch zwei Betreffzeilen-Varianten vorschlagen?
| Aspekt | Zu dünn | Gut | Optimal |
|---|---|---|---|
| Tonalität | "Freundlich" | "Warmherzig, nicht verkäuferisch" | "Wie ein erfahrener Arzt an einen guten Bekannten" + 3 Beispielsätze |
| Verbote | "Keine Heilsversprechen" | "Nicht 'heilt' verwenden" | "Verboten: heilt, bekämpft, kuriert. 'bei Arthritis' → 'für mehr Beweglichkeit im Alltag'" |
| Zielgruppe | "Ältere Menschen" | "45–70J, gesundheitsbewusst" | "45–70J, gebildet, Vorerfahrung mit NEM, will keine Infantilisierung, schätzt wissenschaftliche Belege ohne Fachjargon" |
Der Skill Creator ist ein spezieller Skill der durch den Erstellungsprozess führt: Entwurf → Tests → Iteration → Export als .skill-Datei.
Was soll der Skill tun? Der Creator stellt die richtigen Fragen.
Basierend auf dem Interview schreibt der Creator eine vollständige SKILL.md.
Output prüfen: stimmen Tonalität, Verbote, Produktnamen?
Was nicht stimmt → im Skill präzisieren. Nicht den Prompt anpassen — den Skill verbessern.
Fertigen Skill ins Claude Project hochladen.
Ich möchte einen neuen Skill erstellen für das Schreiben von Newsletter-Texten für Cell Essentials. Bitte hilf mir dabei: 1. Den Skill vollständig zu strukturieren 2. Alle wichtigen Regeln zu erfassen (Tonalität, HWG, Produktnamen) 3. Testprompts auszuführen um den Skill zu prüfen 4. Den fertigen Skill als SKILL.md zu exportieren
"Schreibe für Cell Essentials. Ton: professionell." — Das ist kein Skill. Claude interpretiert "professionell" völlig anders als ihr es meint.
Abstrakte Regeln ohne Beispiele werden weniger zuverlässig umgesetzt. Immer 2–3 Muster-Formulierungen ergänzen.
Neues Produkt? Rebranding? Neue Rechtslage? Skill-Dateien müssen gepflegt werden.
Allgemeine Best Practices und Kundenwissen mischen. Trenne sie sauber: allgemeiner Skill + Kunden-Skill.
Tabelle oben prüfen. Fundamental andere Regeln → neuer Skill. Sonst → Unterabschnitt im bestehenden.
Brand Guidelines, HWG-Hinweise, Produktliste in Claude hochladen: "Fass die wichtigsten E-Mail-Regeln zusammen."
"Hilf mir einen Skill zu erstellen für [Aufgabe] bei [Kunde]." Der Creator führt durch den Rest.
Test 1: Neutraler Auftrag ohne Kontext. Test 2: Verbotene Formulierung im Prompt — muss umformuliert werden. Test 3: Produktnamen-Check.
SKILL.md ins Claude Project hochladen. Custom Instructions mit Verweis ergänzen.
"Öffnet dieses Project für alle [Kunde]-E-Mails. Einfach die Aufgabe beschreiben — kein Kontext nötig."
Datei im Project ersetzen wenn sich etwas ändert. Custom Instructions bleiben unverändert.
Hier siehst du den Unterschied zwischen einem zu kurzen und einem vollständigen Skill.
Schreibe E-Mails für Cell Essentials. Tonalität: freundlich und professionell. HWG beachten. Zielgruppe: ältere Menschen.
Claude ist ein leistungsstarkes Werkzeug. Wir tragen Verantwortung dafür, was wir hineingeben — besonders im Healthcare-Umfeld.
Ein AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag / DPA) ist nach DSGVO Art. 28 Pflicht sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden. Bei Anthropic ist der AVV nur ab Claude Enterprise und der API verfügbar — nicht für Free, Pro, Max oder Team. Für unseren regulären Einsatz ohne echten Personenbezug reicht das Team-/Pro-Abo.
AVV: ab Enterprise / API Team/Pro: kein AVVAnthropics Daten werden in den USA gespeichert. Es gibt keine Einstellung in claude.ai um das zu ändern. Anthropic ist nicht unter dem EU-U.S. Data Privacy Framework zertifiziert — der Transfer läuft über Standardvertragsklauseln (SCCs). Echte EU-Datenhaltung erfordert Claude über AWS Bedrock Frankfurt oder Google Vertex AI — das ist eine API-Integration, kein claude.ai-Feature.
Kein EU-Serverstandort einstellbarAlle identifizierenden Merkmale werden entfernt oder so verändert, dass Re-Identifikation nicht mehr möglich ist. Ergebnis: keine personenbezogenen Daten mehr.
Beispiel: "Patient, 58J, weiblich, Hessen" → "Person, 55–60J, weiblich, Süddeutschland"
Direkte Identifikatoren werden durch neutrale Codes ersetzt. Mit dem Schlüssel ist Re-Identifikation möglich — bleibt DSGVO-relevant.
Beispiel: "Maria Müller" → "Kunde_A7F3"
Wir entwickeln interne Tools die Daten vor der Übergabe an Claude automatisch anonymisieren — insbesondere für Patientendaten aus dem Healthcare-Umfeld. Dieser Abschnitt wird aktualisiert sobald die Tools produktionsreif sind.
Bis dahin gilt: Bei Unsicherheit → lieber einmal mehr fragen als einmal zu wenig. Ansprechpartner: Hendrik.
Claude ist kein Autopilot — er ist so gut wie das Briefing das er bekommt. Crap in, crap out. Ein präziser Prompt spart mehr Zeit als drei Iterationen mit einem schlechten.
Wir wollen, dass alle im Team Claude für möglichst viele Aufgaben nutzen. Nicht weil es eine Vorgabe ist, sondern weil wir damit bessere Ergebnisse schneller liefern — für unsere Kunden und für uns selbst. Die Grundannahme ist: Claude ist dabei. Die Frage ist höchstens, warum es für eine bestimmte Aufgabe gerade nicht sinnvoll ist.
"Könnte ich das vielleicht mit Claude machen?" — Claude als optionale Ergänzung die man bewusst einschaltet wenn man daran denkt.
Ergebnis: Jede Person nutzt Claude unterschiedlich intensiv. Wissen und Effizienz bleiben ungleich verteilt. Das Team profitiert nicht als Ganzes.
"Claude ist dabei — wie setze ich es hier ein?" — Claude als Grundlage jeder Aufgabe, von der aus man entscheidet wie man arbeitet.
Ergebnis: Das Team arbeitet auf einem höheren Niveau. Wissen über gute Prompts und Skills fließt ins Team zurück. Alle profitieren.
Manchmal ist der erste Einsatz von Claude für eine neue Aufgabe tatsächlich aufwändiger als einfach draufloszuarbeiten. Das ist kein Argument gegen Claude — es ist eine Investition:
Einen Skill aufbauen, ein Project einrichten, eine Custom Instruction schreiben — das kostet beim ersten Mal Zeit. Aber diese Arbeit zahlt sich bei jeder weiteren ähnlichen Aufgabe aus. Und wenn sie ins Team fließt, profitieren alle sofort.
Frage die hilft: "Werde ich oder jemand im Team diese Art Aufgabe nochmal machen?" Wenn ja → lohnt sich der Aufbau.
Wenn jemand herausfindet wie eine Aufgabe mit Claude gut funktioniert, gehört dieses Wissen ins Team — als Skill in der Library, als Chat-Link, als Prompt in der Custom Instruction. Nicht als persönliches Geheimwissen.
Konkret: Guter Prompt entwickelt → Skill-Library. Guter Output → Chat-Link teilen. Wiederkehrendes Muster → Skill schreiben.
Claude liefert Entwürfe, Strukturen, Ideen. Die fachliche Einschätzung, die medizinische Korrektheit, die Kundenkenntnis — das bleibt bei uns. Niemals Output direkt ohne Review verwenden.
Je mehr Claude weiß, desto besser der Output. Skills und Projects sind unser systematischer Weg Kontext bereitzustellen — nicht jedes Mal neu im Prompt.
„Done is better than perfect — dann verbessern."
Erster Entwurf → Feedback → überarbeiten. Der wirksamste Folge-Prompt: "Das stimmt nicht ganz, weil..." — viel besser als "mach das nochmal besser".
Wenn Claude denselben Fehler immer wieder macht: das Problem liegt im Skill, nicht im Prompt. Skill fixen — und alle im Team profitieren sofort.
Einen Prompt entwickelt der wirklich gut funktioniert? Chat-Link teilen oder den Prompt direkt in die Skill-Library hochladen. So lernt das ganze Team — nicht nur die Person die ihn entwickelt hat.
Ein guter Prompt enthält vier Dinge:
[Aufgabe] + [Format/Länge] + [Besonderheiten] + [Ausgabe-Wunsch] Beispiel: "Schreibe die Abandoned Cart Mail 1 für 'Prof. Grönemeyers Essentials – Darm & Verdauung'. Format: max. 150 Wörter, kein Druck, kein Rabattangebot. Ton: freundlich, erinnernd. Bitte zwei Betreffzeilen-Varianten — eine nutzenbasiert, eine neugierbasiert."
Claude kann irren, besonders bei medizinischen Zahlen und aktuellen Daten. Alles Faktische cross-checken.
Auch mit HWG-Skill kann Claude grenzwertige Formulierungen produzieren. Alle wirkungsbezogenen Aussagen gegenchecken.
Klingt es wie der Kunde? Das finale Urteil liegt bei der Person die den Kunden kennt.
Was repeatedly falsch läuft → in den Skill schreiben. Was gut klappt → als Beispiel aufnehmen.
Claude kann HWG-Regeln anwenden — aber eine rechtliche Einschätzung ob eine Aussage zulässig ist, ersetzt es nicht. Im Zweifelsfall: Rechtsanwalt.
Claudes Wissensbasis hat ein Cutoff-Datum. Für aktuelle Marktdaten immer eigene Recherche ergänzen oder Web-Search aktivieren.
Claude darf nicht für medizinische Diagnosen im Einzelfall verwendet werden — egal wie gut der Prompt ist.
Strukturierte Analysen ja — aber keine Investitionsempfehlungen ohne eigene Prüfung und qualifizierte Beratung.
Kurz gesagt: Einfach nutzen — das Budget ist geregelt. Aber ein grundlegendes Verständnis von Nutzungsgrenzen und Modellauswahl hilft dir, effizienter zu arbeiten und unnötige Wartezeiten zu vermeiden.
Das Budget für die gesamte Gruppe und für jeden einzelnen Nutzer wird von Hendrik (und Haroon) auf Organisationsebene verwaltet. Ihr müsst euch nicht um Kosten kümmern — nutzt Claude einfach für eure Arbeit.
Claude zeigt eine Meldung wenn das wöchentliche Nutzungslimit erreicht ist. Das passiert selten bei normaler Nutzung — aber wenn es passiert: Hendrik Bescheid geben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten das zu lösen, zum Beispiel zusätzliche Nutzungskredits oder ein Upgrade des Sitzungstyps.
→ Hendrik informierenNutzungslimits werden nicht in Euro gemessen, sondern in Token — vereinfacht: je länger der Chat-Kontext und je mehr Dokumente hochgeladen werden, desto mehr Tokens werden verbraucht. Sehr lange Chats mit vielen Dateien verbrauchen mehr als kurze gezielte Anfragen.
Tipp: kurze gezielte ChatsFable 5 ist kein Alltags-Chatbot für schnelle Textentwürfe — es ist ein High-End-Modell für massive, komplexe Großprojekte. Die Faustregel: Sonnet und Opus für 90% der täglichen Arbeit, Fable erst einschalten wenn das Problem so groß und komplex wird, dass du normalerweise tagelang selbst daran sitzen würdest.
Für das Tagesgeschäft. Schnell, günstig, für operative Einzelaufgaben vollkommen ausreichend.
Wenn Sonnet "Standard-Floskeln" ausspuckt oder bei komplexen Zusammenhängen den Faden verliert.
Erst einschalten wenn das Problem extrem tiefgründig, strategisch verschachtelt oder datenintensiv ist. Fable liefert sofort einsatzbereit — ohne ständiges Nachbessern. Kostet doppelt so viel wie Opus, aber wenn es tagelange Arbeit erspart, ist das ein exzellenter ROI.
Damit du ein Gefühl für die echten Kosten bekommst. Die absoluten Zahlen ändern sich mit neuen Modellen — das Verhältnis bleibt.
15 Text-Variationen auf Basis eines bestehenden Konzepts.
| Modell | Kosten | Fazit |
|---|---|---|
| Sonnet | ~0,01 € | ✓ Perfekt — schnell, günstig, ausreichend |
| Fable | ~0,04 € | ✗ Kein Mehrwert, dreimal so langsam |
Zielgruppen-Daten, Produktinfos, Vertriebskanäle → umfangreiches Playbook mit Pitch-Decks.
| Modell | Kosten | Fazit |
|---|---|---|
| Sonnet | ~0,56 € | ⚠️ Verliert Details, wiederholt Floskeln |
| Opus | ~0,94 € | ✓ Logisch perfektes, starkes Konzept |
| Fable | ~1,87 € | ✓ Fertiges Dokument, kaum Nacharbeit |
Bot durchsucht Wettbewerber-Websites, analysiert Pricing & SEO-Keywords, baut 100-seitigen Rebranding-Report.
| Modell | Kosten | Fazit |
|---|---|---|
| Opus | ~11,85 € | Stark, aber braucht mehr Korrekturen |
| Fable | ~23,70 € | ✓ Liefert fehlerfrei was ein Mensch 2 Tage bräuchte |
Im Chat-Eingabefeld unten gibt es ein Modell-Auswahlmenü. Standard lassen für normale Aufgaben — nur gezielt wechseln wenn ein konkreter Grund besteht. Welche Modelle im Team-Plan verfügbar sind ändert sich wenn Anthropic neue Versionen veröffentlicht. Im Zweifel: Hendrik fragen.
Ein guter Prompt ist keine Wissenschaft — aber ein paar Gewohnheiten machen den Unterschied zwischen generischem Output und einem Ergebnis das wirklich passt.
Die Grundformel: Kontext zuerst, Aufgabe danach — nicht umgekehrt.
„Crap in, crap out."
"Schreibe einen Newsletter über Immunsystem."
Claude weiß nicht: für wen, welcher Ton, wie lang, welches Ziel, welche Einschränkungen.
"Herbst-Newsletter für Cell Essentials, Bestandskunden. Ziel: Abwehrkraft-Kapsel in Erinnerung rufen ohne direkten Pitch. Max. 180 Wörter, zwei Betreffzeilen-Varianten."
"Du bist ein erfahrener Healthcare-Texter der das HWG aus dem Effeff kennt." — besonders hilfreich wenn kein Skill aktiv ist oder bei neuen Aufgabentypen.
"Schreibe es wie X — aber bitte nicht so wie Y." Claude versteht Ausschlüsse oft besser als abstrakte Anforderungen.
"Ausgabe als Tabelle", "nur Stichpunkte", "als fließender Text ohne Überschriften" — Claude formatiert sonst nach eigenem Ermessen.
"Bitte drei Varianten: eine sachlich, eine emotional, eine mit Frage als Einstieg." Spart Iterations-Runden und gibt sofort Auswahl.
Einfache, klar umrissene Aufgaben: "Fass diese Mail in drei Sätzen zusammen." Unterwegs oder am Telefon wenn tippen umständlich ist. Schnelle Recherchefragen. Brainstorming und erste Ideen sammeln.
Komplexe Aufgaben mit mehreren spezifischen Anforderungen — per Sprache verliert man Details. Aufgaben mit Formatvorgaben (Tabellen, Struktur). Alles wo Produktnamen oder HWG-Regeln exakt sein müssen.
Im Chat-Eingabefeld unten rechts das Mikrofon-Symbol antippen — dann sprechen. Funktioniert in der mobilen App und im Browser auf dem Handy. Claude transkribiert die Spracheingabe und beantwortet sie genauso wie getippten Text.
Teste dein Wissen zu Claude, Skills, Projects und Datenschutz. Wo es klemmt, gibt's den direkten Link zum richtigen Playbook-Abschnitt.
Alle Skills die im Team erstellt und geteilt werden — filterbar, downloadbar und direkt in Claude verwendbar.
📄 .md-Datei hier hinziehen oder klicken
So fügst du diesen Skill deinem Claude Project hinzu:
"Lies zu Beginn jeder Aufgabe [dateiname].md vollständig."